Copyright © 2020 Ihre Tierheilpraktikerin Lisa-Marie Gerhardt, Dipl.-Biologin

Homöopathie*

Bei der Homöopahtie handelt es sich - ebenso wie bei einer Vielzahl anderer Naturheilverfahren - um eine Form der Regulationsmedizin. Das heißt sie kann nur wirken, wenn es noch etwas zu regulieren gibt.

Ist ein Lebewesen gesund, sind alle Regulationsmechanismen im Körper ungestört bzw. im Gleichgewicht. Beginnt nun eine Erkrankung, verändern sich die Regulationsvorgänge. Dies geschieht lange bevor die ersten klinischen Symptome auf körperlicher Ebene festgestellt werden. Der Organismus muss reaktionsfähig sein, da ein völliger Zusammenbruch der Regulationsmechanismen zwangsläufig jede Therapiemaßnahme und somit eine vollständige Gesundung blockiert.Durch gezielte Reize bzw. Mittel sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden und der Körper somit in die Lage versetzt werden, sich selbst zu heilen. So werden gestörte Funktionen im Organismus, die Krankheitssymptome verursachen, positiv beeinflusst. Bei der Mittelfindung werden nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch Geist und Gemüt berücksichtigt.

Bellis perennis

Echinacea

Die Behandlung mit Homöopathie erfolgt nach dem Ähnlichkeitsprinzip „Similia simibilus curentur!“, was übersetzt so viel heißt wie „Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden!“ Dies besagt, dass eine Krankheit durch das homöopathische Mittel behandelt werden kann, das bei einem Gesunden ähnliche Krankheitssymptome auslöst.

Eine weitere Besonderheit liegt in der Dosierung der Mittel. Hier wird nach dem Prinzip „weniger ist oftmals mehr“ vorgegangen. Laut dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, sei der Heileffekt meist umso stärker, je weniger Wirkstoff das Mittel enthalte - vorausgesetzt die Symptome des Kranken und die des Mittels ähneln sich genug. Hierfür werden homöopathische Mittel potenziert bzw. zunehmend in bestimmten Mischungsverhältnissen verdünnt.

 

Da die Homöopathie keine einheitliche Lehre darstellt, gibt es mehrere Richtungen.

Die wohl bekannteste Richtung ist die klassische Homöopathie, wie sie auch von Hahnemann selbst praktikziert wurde. In der klassischen Homöopathie wird nach eingehender Anamnese immer nur ein Mittel verabreicht, meist in einer mittleren oder hohen Potenz. Dieses Mittel entspricht dem individuellen Symptombild des Kranken.

Eine weitere Richtung ist die Komplexmittelhomöopathie. Hier werden mehrere verschiedene homöopathische Einzelmittel in meist niedrigen oder mittleren Potenzen miteinander kombiniert und in einem Gesamtmittel zusammengefasst. Die Einzelmittel weisen eine ähnliche Wirkungsrichtung auf, d.h. sie beeinflussen ähnliche Krankheitsbilder. Im Gegensatz zur klassischen Homöopathie erfolgt die Anwendung aufgrund einer Krankheitsdiagnose wie in der Schulmedizin.

Als letztes ist die naturwissenschaftlich-kritische Homöopahtie zu erwähnen. Als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie werden homöopathische Mittel meist in niedrigen Potenzen (bis D12) eingesetzt, da diese noch einen chemisch nachweisbaren Rest der Ursprungssubstanz aufweisen. Die Mittel werden hier nicht nach dem gesamten komplexen Symptombild des Kranken ausgesucht, sondern nach dem äußerlich sichtbaren Krankheitsbild.

Carduus

Unbedingt erwähnenswert ist, dass homöopathische Mittel Nebenwirkungen haben können und nicht so unbedenklich sind, wie oftmals angenommen. Manche Mittel sind deswegen in sehr tiefen Potenzen sogar verboten.

Ein Mittel, das der Symptomatik nach nicht angezeigt ist, hinterlässt Spuren im Organismus. Es entsteht eine Sensibilität und eventuell können hierdurch sogar neue Krankheiten ausgelöst werden. Das Tier kann durch unbedachte Mittelgaben auf entsprechende Reize körperlich ungewohnt heftig reagieren oder Prüfungssymptome des Mittels entwickeln.

*Aus rechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Therapieform um ein Naturheilverfahren handelt, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich umstritten und von der Schulmedizin nicht anerkannt ist.